MoWiKo bei den Tagen der Demokratie

Eingerahmt von der Ausstellung "...sag du es mir - Vertrauen in die Wissenschaft" sprach Anna Klassen bei den Tagen der Demokratie über den aktuellen Stand des MoWiKo-Projekts und tauschte sich mit Bürgerinnen und Bürgern über Polarisierungsdynamiken in der Wissenschaftskommunikation aus.
26.06.2026
Nach einer Präsentation des mowiko‑Projekts lag der Fokus der Veranstaltung hauptsächlich auf dem Austausch und der Diskussion mit der Öffentlichkeit.
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich zuerst an der Methodik des Projekts interessiert.
Kritisch hinterfragt wurde anschließend die Zielgruppe der entwickelten Leitlinien: Angesichts zunehmender Polarisierung sei unklar, für wen diese Instrumente sinnvoll seien. Anna Klassen räumte Unsicherheiten im Projekt ein und betonte, eine klare Grenze der Forschung sei erreicht: Leitfäden zur verständigungsfördernden Kommunikation wirkten nur in Räumen, in denen sich alle einig seien, dass Verständigung stattfinden solle. Institutionen und deren Expertise würden teilweise jedoch angezweifelt.
Ein weiteres Diskussionsthema war das Spannungsfeld zwischen Informationsgehalt und Aufmerksamkeit: Botschaften ohne Kontext aufzuladen sei einfach, doch wer Kontext liefern wolle, riskiere, dass die Botschaft sperrig werde. Was das für faktenbasierte Kommunikation bedeutet, soll in einem bevorstehenden Workshop mit professionellen Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren erörtert werden. Dort soll ebenfalls geprüft werden, ob die Leitlinien für die Praxis tauglich sind, da Wissensvermittlung nicht im leeren Raum stattfindet und Beziehungsaspekte immer eine Rolle spielen.
Vielen Dank an das Zentrum Mensch und Technik für die Gelegenheit, Wissenschaftskommunikation über ein Wissenschaftskommunikationsprojekt zu praktizieren!